Vana Uroshevik (exhibition in Vienna, Austria)

In dem gesamten Schöpfertum, durchlief Vana Uroshevic mehrere Stilphasen und zeigte unzweifelhaft eine konsequente, inventive Aufwärtsentwicklung, geistreich und sarkastisch am Rand des Abgrunds der Irrealität und der Realität spielend. In dieser außergewöhnlichen Mischung, in diesem Labyrinth zweier Welten, schafft es Vana die Angst und den Albtraum zu entblößen, herbeiführend bis zu einem luziden, hin und wieder spöttischen Spiel mit einem Enigma zweier gegensätzlicher Situationen, die sie in einem subtilen Spiel der Lebensfreude komprimiert. Auf der Grundlage, auf der Seide schafft sie mit einer besonderen Technologie diskrete Gegenstandsassoziationen, Landschaften, Gestalten…, stellt im Negativ und Positiv den Goya – Druck,
die Antipoden synthetisierend. Dann nimmt sie subtile Farbinterventionen vor – noch ein Schritt bis zur Einheit oder eine Reihe bewusst werdende Koinzidenzen, die im mentalen Auge des Beobachters sich als Wirklicheit der scheinbaren in keiner Beziehung stehenden zeitlichen und räumlichen Koordinaten bestätigen. Die Verteilung der Aufmerksamkeit wird eigentlich auf eine analytische Berührung zurückgeführt, sowie auf einer Manifestation eines gleichen Inhaltes, der visuell und geistig vom Irrealen ins Reale und umgekehrt projektiert und distribuiert wird. Auf diese Weise wird der spezifische Autorenkodex für die Relativität der Dimension der Wirklichkeit expliziert, die wiederum eine rituelle Beobachtung des Vorgangs der möglichen Transformation in räumlich-zeitlichen Distanzen wird. Die Sequenzen, die Segmente, die beweglichen Bilder der objektivierten Zeit – Raum, determinierte räumliche Verhältnisse und Objekte, mit ihren Eigenschaften, eingeprägt in dem neu geschaffenen Ambiente, eingesetzt in einem neuen rezenten Umfeld, initiieren die Bewegung als eine Art Absolutes. Mit der Inkorporation des Symbole, der Zeichen, die sie intuitiv selektiert und als ergiebige Karten auswählt, mit denen sie das Spiel definiert und beginnt, mit denen sie das Leben der Gestalten aus anderen Zeiten zeichnet, wechselt Vana Uroshevic den Standort als Zitat in einem anderen Raum. Die Auswahl der Zitate, verschoben in einer anderen Welt und in einem anderen Vokabular des Raums und der Zeit, reflektiert die ewigen Themen, Botschaften und Werte. Das Gedächtnis quert allmählich und ununterbrochen, die Horizonte in ihrer Dichte wechselseitig überlappend. Eigentlich perzipiert sie nicht die Objekte, sondern die Atmosphäre, den Geruch der Luft des Ambientes, den sie uns mithilfe des Montageverfahrens näherbringt und das als ein Ablauf, beruhend auf der Geselligkeit der Welt, auf das empirische, geistige und visuelle Erbe.
Viktorija Vaseva Dimeska